AV Wintercamp 2018
Interner Bereich

AV-Wintercamp 2018

Freitag 02.02. bis Dienstag 06.02.2018

Wann ist das richtige Alter um beim Wintercamp des Alpenvereins Hohenems mitzumachen? Diese Frage wird mir sehr häufig gestellt und ich denke es gibt nur eine Antwort. Das hängt vom Kind aber noch viel mehr vom Vater ab. Heuer war der jüngste Teilnehmer gerademal drei Jahre alt und somit einer der jüngsten Teilnehmer der je dabei gewesen ist. Aber auch lang gediente Wintercamp Kinder die mittlerweile schon junge Erwachsene sind kommen immer wieder zurück und wenn es nur zum Schlafen und essen ist. In Summe durften wir 11 Kinder und 8 Erwachsene beherbergen und dies bei durchwachsenem aber großteils gutem Wetter. Gestartet haben wir auch heuer wieder bereits am Freitag mit dem Aufbau des beheizbaren Zeltes und dem Bau der Schneewände. Da unser Experte für den Hausbau Mario heuer gefehlt hat mussten wir Anlernkräfte diese anspruchsvolle Tätigkeit durchführen. Doch durch die jahrelange Erfahrung haben wir auch diese Herausforderung gemeinsam gemeistert und die Mauern in Rekordzeit hochgezogen. Vielleicht nicht ganz so schön und vielleicht nicht ganz so gerade aber sie haben ihren Dienst getan und das nächste Mal ist Mario ja wieder dabei.

Neunzehn Personen mit Nahrung und Getränken zu versorgen ist neben der logistischen Herausforderung auch eine zeitliche. Da wir nicht nur die Herdplatte einschalten können um zu kochen sondern die Abläufe wohl überlegen müssen. Wir kochen am offenen Feuer und das hat so seine Tücken. Einmal ist es zu klein einmal zu groß und vor allem will es permanent gefüttert werden. Doch was wäre ein Wintercamp wenn alles einfach wäre und bekanntlich wächst man mit der Herausforderung. So konnten wir, wenn auch nicht immer zur gewünschten Zeit, alle Mäuler stopfen. Eine erfrischende Abwechslung und Entlastung der Küchencrew brachte da die Versorgung durch Maria Helene Aberer die uns an einem Tag mit Leberknödelsuppe und Apfelküchle versorgte. Es ist kaum zu glauben wie wenig Kinder brauchen um glücklich zu sein. Keine Spur von Mobiltelefon oder Computerspiel, eine Schaufel ein wenig Schnee und die Tage haben zu wenig Stunden um alles was gemacht werden soll fertig zu bekommen. Unzählige Höhlen, Rutschbahnen und Schneeburgen wurden von unseren kleinen Gästen gebaut. Dabei wurden sie natürlich auch von ihren Vätern tatkräftig unterstützt und manchmal war die Grenze zwischen Kind und Erwachsenem nicht mehr deutlich zu erkennen. Am Abend waren die kleinen und großen Campbewohner dann dementsprechend müde und schon früh wurden die Lichter gelöscht und wir verkrochen uns in unsere Schlafsäcke. Wie jedes Jahr, so stellten sich auch heuer wieder viele Besucher bei uns ein um sich zu überzeugen, dass es uns gut geht oder aber einfach um mit uns gemeinsam einige unbeschwerte Stunden zu verbringen. Es versteht sich von selbst, dass diese Besucher von uns nach besten Kräften bewirtet wurden und wir versucht haben ihnen den Besuch so angenehm wie möglich zu gestalten. Ich denke ich spreche für uns alle, wenn ich sage es war für jeden etwas dabei und wir waren ein gutes Team. Denn nur gemeinsam ist ein solches Unternehmen zu bewerkstelligen. Es bleibt mir nunmehr nur noch Danke zu sagen. Danke dem Alpenverein Hohenems und der Stadt Hohenems die uns finanziell unterstützen, danke der Bergrettung Hohenems deren Mitglieder uns durch ihre Arbeitskraft unterstützen aber auch danke an die Alpgemeinschaft und die gräfliche Forstverwaltung für den Platz auf dem wir das Camp immer wieder machen können. Ebenso Danke der Firma Klien die uns ein Schneemobil zur Verfügung stellt damit wir den mühsamen Materialtransport leichter bewerkstelligen können. Nicht zu vergessen der Skiverein Schuttannen der so manches Mal ein Auge zudrückt wenn wir nicht alle Regeln befolgen. Das Miteinander in der Schuttanne hat bereits eine lange Tradition und dadurch sind Dinge wie das Wintercamp des Alpenverein Hohenems erst möglich.

 

Karl-Heinz Fenkart

Alpenverein Hohenems

 

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