Bergeübung Schuttannen Staufengrat

Herbstausflug 2017

Freitag 30.09. bis Sonntag 01.10.2017

„Genial“, dies ist wohl am treffendsten unseren Jubiläumsausflug mit einem Wort zu beschreiben, welcher von Helmut Pointner und Herbert Linder für die Ortsstelle perfekt organisiert wurde.

 

Nach unserem Start am Freitag Früh in Hohenems stärkten wir uns schon gleich mal in Pettneu bei der Bäckerei Ruetz mit einem backfrischen ausgiebigen Frühstück. Unsere Reise führte dann über den Brenner ins Pustertal nach Toblach. Von dort ging‘s mit „unserem 50 Plätzer“ über eine Bergstraße, nicht breiter als die Meschacherstraße, mit eindrücklichen Tiefblickpassagen Richtung Hotel. Die Straße wäre sehr wahrscheinlich schon für so machen PKW Fahrer eine Herausforderung, unseren Fahrer Thomas von Amann Reisen kostete sie mit seinem 10 Meter Bus jedoch höchstens ein müdes Lächeln.

 

Das Hotel Schopfenhof, ein echter Geheimtipp, hoch gelegen über dem hinteren Pustertal bot uns bei bester freundlicher Bewirtung und phantastischer Küche die ideale Ausgangsbasis für unsere Aktivitäten.

 

Der Pragser Wildsee, zurecht einer der schönsten Ausflugsziele in Südtirol, bot uns dann am Freitag Nachmittag noch eine kurzweilige Wanderung an seinen schönen Ufern mit beeindruckenden Ausblicken auf die umliegenden Berge des Fanes Gebiet.

 

Am Samstag begaben wir uns auf historische Spuren. Unser Weg führte uns hinauf auf den Falzaregopass an den Fuß des kl. Lagazuoi 2.778m. Einst ein heiß umkämpfter Berg mitten im Dolomiten-Frontverlauf des 1. Weltkrieges. Noch heute steht er da mit seinen zerschundenen Furchen und zerrissenen Felsbändern und mahnt mit den riesigen von den Sprengminen gebildeten Schuttkaren von einem erbitterten Kampf bei welchem nicht zurückgeschreckt wurde, den Feind samt Berg in die Luft zu sprengen.

 

Für uns als Gruppe jedoch der idealer Berg, denn wer nicht so gut zu Fuß ist kann die Bahn benützen, wem es lieber nach etwas gemächlicherem ist, nimmt den Rundweg mit steht‘s imposanten Blick in die Tofana und die Fanisspitzen. Für die sportlichen bietet der Kaiserjägersteig einen abwechslungsreichen Klettersteig oder die geschichtlich interessierten können über den „Cengia Martini“ Stollen teilweise im Inneren des Berges zum Gipfel gelangen. Dieser Berg mit seinem Rifugio direkt an der Felskante bietet ein Wahnsinns Panorama mit Blick auf alle namhaften Dolomitengipfel, na ja auf jeden Fall wenn‘s Wetter passt.

 

So teilten wir uns in Gruppen und bezwangen den Berg auf eben diese vier Varianten. Jedoch steht’s immer wieder innehaltend in stiller Ehrfurcht an jene Generationen, denen es nicht vergönnt war in Frieden miteinander zu leben und an diesem Berg ihr Schicksal erlitten.

 

Nach einem so imposanten Abstecher freuten wir uns dann auf unseren Törggeleabend im Hotel Schopfenhof bei dem wir bei bester Stimmung den Tag ausklingen ließen.

 

Die Rückfahrt am Sonntag nutzten wir dann noch um in Sterzing die Stadt zu besichtigen, bevor wir dann gestärkt die Heimreise antraten.

 

Abschließen sei Helmut und Herbert nochmals gedankt für diesen genialen Ausflug, bei dem eines wieder ganz klar erkennbar war, die tolle Kameradschaft in der Bergrettungsortsstelle Hohenems.

 

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